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Rathaus-News

Bebauungsplan für das Baugebiet Schafbuckel II

Bauleitplanung „Schafbuckel II“, Gemarkung Untereisesheim
Aufstellung eines Bebauungsplans mit örtlichen Bauvorschriften
 
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 (1) BauGB
 
Der Gemeinderat der Gemeinde Untereisesheim hat in seiner öffentlichen Sitzung am 25.07.2017 gem. § 2 Abs. 1 BauGB den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans mit Örtlichen Bauvorschriften „Schafbuckel II“ gefasst. Die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt im qualifizierten Verfahren mit Durchführung einer Umweltprüfung.
 
Der Aufstellungsbeschluss wird hiermit entsprechend § 2 (1) BauGB öffentlich bekannt gemacht. Maßgebend ist der Abgrenzungsplan zum Aufstellungsbeschluss in der Fassung vom 25.07.2017. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans „Schafbuckel II“ liegt auf Gemarkung Untereisesheim am Nordrand der Siedlungsstruktur von Untereisesheim und wird räumlich gebildet:
 
-           im Norden durch den Verlauf des Philosophenwegs am Nordrand des Gebiets Schafbuckel I und weiterführend durch eine Grenze innerhalb der landwirtschaftlich bewirtschafteten Flurstücke in grober Linie zwischen dem Nordrand der Siedlungsstruktur des Gebiets Schafbuckel I und der Trafostation nördlich der Kirschenstraße,
-           im Osten durch den Grünzug angrenzend an das Gebiet Schafbuckel I
-           und im Süden und Westen durch den Verlauf der Böschungsfläche (Biotopstandort) zur Kirschenstraße und die Kirschenstraße selbst.
 
Die Lage und der Umfang des Plangebiets ist der beiliegenden Plandarstellung zu entnehmen. Der Plangeltungsbereich umfasst eine Gesamtgröße von 4,81 ha und beinhaltet folgende Flurstücke ganz oder teilweise:
 
658/2, 670, 671, 672, 673, 674, 675, 676, 677, 678, 768, 769/1, 769/2, 769/3, 770, 774/2, 776, 778, 780/1, 1798/1, 2145, 2154
 
 
Anlass und Erfordernis des Bebauungsplans
 
In den Jahren 2012 - 2014 fand in Untereisesheim ein Gemeindeentwicklungsprozess statt, an dem die Bürgerschaft intensiv beteiligt wurde – unter anderem in Form einer Bürgerbefragung. Als ein Ergebnis wurde das Leitziel der Stabilisierung bzw. des moderaten Wachstums der Bevölkerung formuliert. Dieses wurde bei der Erarbeitung der vierten Fortschreibung des Flächennutzungsplans der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Neckarsulm-Erlenbach-Untereisesheim berücksichtigt, indem am Standort Schafbuckel II eine geplante Wohnbaufläche mit einer Größe von 3,9 ha am nordwestlichen Siedlungsrand vorgesehen wurde. Der Bebauungsplan entwickelt sich damit aus dem Flächennutzungsplan und dessen stadtentwicklungspolitischen Zielsetzungen wie auch aus den Ergebnissen des Gemeindeentwicklungsprozesses. Die gegenüber dem Flächennutzungsplan erweiterte Plangebietsgröße ergibt sich aus dem Ziel, durch das Bebauungsplanverfahren die vorhandene räumliche Fuge zwischen den Gebieten Schafbuckel I und Kirschenstraße in der Gesamtheit zu überplanen (auch Einbeziehung der bereits vorhandenen Spielplatzfläche) und die Einbeziehung der Flächen für die Ableitung und Retention am Nordrand des Gebiets Schafbuckel I.
Im Hinblick auf die Bedarfslage ist eine Erforderlichkeit gem. § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB gegeben: Anlass der Aufstellung des Bebauungsplans bildet die Tatsache, dass aufgrund der anhaltend intensiven Wohnungsmarktnachfrage derzeit innerhalb der Gemeinde Untereisesheim keine in kommunalem Eigentum befindlichen Wohnbauflächen mehr verfügbar und Innenentwicklungs­potenziale kurzfristig in entsprechender Weise und erforderlicher Quantität nicht mobilisierbar sind. Die Erforderlichkeit des Bebauungsplanverfahrens resultiert in der Folge aus der kommunalen Zielsetzung, ein für die Gemeindeentwicklung angemessenes Wohnbauflächen­potenzial vorzuhalten, um die Marktnachfrage zu befriedigen und hierdurch die kommunale Bevölkerungsentwicklung zu stabilisieren.
 
Städtebauliche Zielsetzung des Bebauungsplanverfahrens:
 
Mit der Aufstellung des Bebauungsplans mit örtlichen Bauvorschriften „Schafbuckel II“ sollen die Grundlagen für eine geordnete städtebauliche Entwicklung und eine Arrondierung der Siedlungsstruktur geschaffen werden. Städtebauliches Ziel ist es, in der räumlichen Fuge zwischen den Quartieren Schafbuckel I im Osten und der Kirschenstraße im Süden ein städtebaulich in Dichte und Struktur der Nachbarschaft angemessenes Wohnquartier zu entwickeln und die vorhandenen Freiräume in ein städtebauliches Gesamtkonzept einzubinden.
 
Als Art der baulichen Nutzung ist ein Allgemeines Wohngebiet (WA) vorgesehen, welches vor dem Ziel der Ansprache eines breiten Spektrums an Zielgruppen differenzierte Wohnform und Wohntypologien beinhalten soll. Die verkehrliche Erschließung soll über die Otto-Hahn-Straße und den Kreisverkehr an die Landesstraße L 1100 und über die Kirschenstraße an den Kernort erfolgen. Darüber hinaus ist eine untergeordnete Erschließung andockend an die Hermann-Hesse-Straße vorgesehen. Der vorhandene Freiraum am West- und Nordrand des Gebietes Schafbuckel I soll fußläufig zusammen mit einem gut ausgebauten Fußwegenetz eine innere Vernetzung gewährleisten. Die Entwässerung wird innerhalb des neu entstehenden Wohnquartiers im Trennsystem in geschlossener Form erfolgen, das unbelastete Regenwasser soll weitergehend am Rand des Gebietes Schafbuckel I offen abgeführt und in einem weiteren Becken vor Ableitung in den Vorfluter gepuffert werden. Der Erhalt und Schutz der in der Böschungskante an die Kirschenstraße angrenzenden Biotopfläche sowie der dort bestehenden Grün- und Gehölzflächen soll durch Abrücken der geplanten Wohnbaufläche und durch die Darstellung einer innerörtlichen Grünfläche berücksichtigt werden.
 
Derzeit liegen drei städtebauliche Varianten zur Gebietsentwicklung vor:
 
-  eine Variante 1 ohne alternative Wohnformen, jedoch mit der Option eines Geschoßwohnungsbaus im zentralen Teilbereich der Quartiersentwicklung im Kontext der verlängerten Otto-Hahn-Straße und einer umliegenden kleinteiligen Individualwohnbauentwicklung,
-  eine Variante 2 mit dem Angebot einer besonderen Wohnform am zentralen Gelenkpunkt des Quartiers und der Option eines Geschoßwohnungsbaus im zentralen Teilbereich der Quartiersentwicklung im Kontext der verlängerten Otto-Hahn-Straße sowie einer umliegenden kleinteiligen Individualwohnbauentwicklung
-  sowie eine Variante 3 mit dem Angebot einer besonderen Wohnform am zentralen Gelenkpunkt des Quartiers und einer über die Varianten 1 und 2 noch weitergehenden Option eines Geschoßwohnungsbaus auch im Südwesten des Quartiers im Umfeld des Kinderspielplatzes.
 
 
Der Gemeinderat der Gemeinde Untereisesheim hat in seiner öffentlichen Sitzung am 25.07.2017 zudem den städtebaulichen Entwurf in den drei Varianten, die textlichen Festsetzungen zum Bebauungsplan sowie eine Übersicht über die abzusehenden Eingriffswirkungen beraten und den Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit nach §3(1) BauGB gefasst.
 
Der Öffentlichkeit wird im Zuge der Beteiligung nach §3 Abs. 1 BauGB Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
 
Der städtebauliche Entwurf in den drei Varianten, der aktuelle Bearbeitungsstand der Plandarstellung sowie der Vorentwurf der textlichen Festsetzungen und die Übersicht über die abzusehenden Eingriffswirkungen sowie ein Fachbeitrag zum Artenschutz aus dem Jahr 2014 und Unterlagen zur Entwässerungsplanung liegen gemäß § 3 Abs. 1 BauGB in der Zeit in der Zeit
 
vom 14.08.2017 bis einschließlich 15.09.2017
 
im Interimsrathaus der Gemeinde Untereisesheim (Neckarstr. 15/1, 1. OG Bauverwaltungsamt) zur öffentlichen Einsicht aus.
 
Ferner können die oben stehenden Unterlagen hier auf der Homepage eingesehen werden.
 
Als umweltbezogene Informationen liegt eine tabellarische Übersicht über die abzusehenden Eingriffswirkungen in Bezug auf die einzelnen Schutzgüter sowie ein Fachbeitrag zum Artenschutz aus dem Jahr 2014 bei.
 
Die Plandarstellung des Bebauungsplans nach PlanZVO, die Begründung und der Umweltbericht sowie ein artenschutzrechtliches Gutachten werden im Nachgang zur frühzeitigen Beteiligung im Zuge der Entwurfsbearbeitung des Bebauungsplans gefertigt.
 
Im Hinblick auf den Datenschutz wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Bauleitplanverfahren ein öffentliches Verfahren ist und daher in der Regel alle dazu eingehenden Anregungen in öffentlichen Sitzungen beraten und entschieden werden, sofern sich nicht aus datenschutzrechtlichen Bestimmungen, aus der Art der Anregungen oder der Person des Betroffenen ausdrückliche oder offensichtliche Einschränkungen ergeben.
 
Während der Auslegung können bei der Gemeindeverwaltung Untereisesheim Stellungnahmen schriftlich eingereicht oder persönlich zur Niederschrift vorgebracht werden.
 
 Untereisesheim, den 11.08.2017
 
Gez.
Bernd Bordon

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